1. Lebensjahr // Aug 13 - Jul 14

Juli 14 (Zeit als Familie)

Es war zwar kein richtiger Sommermonat, aber trotzdem ein gemütlicher Monat. Daddy war etwas mehr zuhause als sonst, denn er hat seine Anstellung bei Campus beendet und erst tageweise bei Comfone in Bern gestartet. Wir haben es genossen, dass es für einmal etwas ruhiger zu und her gegangen ist. Trotz meist kühlem Wetter haben wir mehrere Familienausflüge gemacht, z.B. in die Badi in Beinwil. Ich versuche meinen Geschwistern alles nachzumachen. Ich esse jetzt auch „feste“ Nahrung, versuche immer besser auf eigenen Beinen zu stehen und fahre mit unseren verschiedenen Fahrzeugen (Bobbycar, Traktor, Dreirad usw.) herum – genau genommen stosse ich sie herum. Ein grosses Highlight ist jeweils wenn der Hauswart den Rasen im Tunaupark mäht. Da helfen die Kinder tatkräftig mit, allen voran Jan, aber auch ich war mit von der Partie beim letzten Mal.

It wasn’t a real summer month but nevertheless a calm and relaxing one. Dad was at home more than usual since his employment with Campus came to an end and he only worked on single days for Comfone in Bern. We enjoyed it being more quiet and pleasant than usual. Even though the weather was mostly cool we went on a couple of family excursions, e.g. to the nearby lake Hallwilersee. I try to copy everything my siblings do. I now eat “real” food, try to stand on my own feet and drive around with our various vehicles (Bobbycar, tractor, tricycle etc.) – strictly speaking I push them around. A big highlight for us is when the caretaker comes and mows the lawn. Then all the kids of the neighborhood are actively involved, first and foremost Jan, but I too was part of this project the last time.

Juni 14 (Viele Premieren)

Gleich mehrere Premieren haben in diesem Monat stattgefunden. Jan hatte zwei Schnuppertage im Kindergarten, denn er wird im August in diesem „Club“ beitreten. Daddy musste am ersten Tag da bleiben, weil Jan sich noch nicht wohl fühlte. Er hat draussen ein paar Telefone gemacht und dann hörte er Jan plötzlich „giggeln“ und wusste: Jetzt ist er „angekommen“. Eine weitere Premiere waren meine ersten Ferien am Meer. Ich war zwar vor einem Jahr eigentlich schon in den Campingferien dabei, nur hörte und fühlte sich damals alles ziemlich anders an, im Bauch von Mami. Da muss ich schon sagen, es ist viel schöner, auf eigenen Beinen zu stehen, d.h. zumindest selber herumzukriechen... Ja, richtig gehört: In den Ferien habe ich mich entschieden, selber zu krabbeln. Schliesslich gab es dort sehr viel Neues zu entdecken! Übrigens, ich hatte als Einziger mein eigenes Schwimmbecken an Meer! Die Ferien in Cavallino mit Aaron und Leonie und ihren Eltern waren wirklich sehr cool. Und jetzt kommen mir noch drei „Premieren“ in den Sinn: Lea braucht keine Nuggis und tagsüber auch keine Windeln mehr. Und noch etwas: Sie kann bereits selber Velofahren! Daddy hat im Recycling-Center ein kleines Velo gefunden, mit dem sie selber anfahren und wieder anhalten kann.

Various premieres took place this month. Jan had two introduction days in the kindergarten since he is going to join this “club” in August. Dad had to stay there on the first day because Jan didn’t feel comfortable there at the beginning. He made some phone calls outside and then suddenly heard Jan giggle through the window which indicated: Jan „arrived” at this new place. The second premiere was my first vacation at the sea. Well, actually I was already there a year ago, but then everything sounded and felt very different – in mom’s belly. I must say, it is much nicer to stand on one’s own feet, or at least to crawl around. Yes, you heard it right: During our vacation, I decided to start crawling. After all there were many things to discover there! By the way, I exclusively had my own paddling pool at the beach! The camping holidays in Cavallino, Italy, with Aaron and Leonie and their parents was very cool. Ah, and now three more premieres come to my mind: Leas doesn’t need her pacifiers anymore and by day no more diapers too. And one more thing: She can ride a bicycle! Dad found a little bike in a waste management place with which she can start-up and descend from on her own.

Mai 14 (Zwei mal feiern in einem Monat)

Wenn wir mit dem Auto oder dem Veloanhänger unterwegs sind, sitze ich einfach da und geniesse. Aber sonst bin ich nicht mehr happy mit Herumsitzen. Ich versuche mich zu bewegen, aber es funktioniert noch nicht so richtig. Bei einer Velotour habe ich plötzlich lautstark geweint, sodass Daddy sofort angehalten hat. Er und Mami haben nicht gemerkt was los war, bis sie am Abend beim Baden den Abdruck von Lea‘s Gebiss an meinem linken Oberarm sahen. Am 11. Mai wurde ich eingesegnet. Andreas Ruh, der Prediger, hat mir diesen Vers mit auf den Weg gegeben: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ 1. Mose 32,27. Genau, ohne Gottes Segen will ich nirgends hingehen. Eine ganze Schar Leute waren bei meinem Fest dabei, auch Gotti Eveline und Götti Hanspi. Ich durfte das Dessertbuffet eröffnen =). Es gab auch einen Lokomotive-Kuchen und ein grosser Kuchen mit einem Zuckergussbild von mir drauf. Zwei Wochen später hatten wir gleich nochmals ein Fest: Die Konfirmation meines ältesten Cousins Yanick. Im Mai hat es oft geregnet. Es wurde um Jan und Lea herum aber nicht langweilig. Die Beiden haben immer gute Ideen parat: Ein Pfützen-Sprung-Wettkampf, eine umfangreiche Ferien-Hinfahrt-Simulation im Wohnzimmer mit allem Drum und Dran…

When we are en route with our car or with the bike stroller I just sit there and enjoy it. But otherwise I’m not content anymore with sitting around. I try to move around but it isn’t really working yet. During a bike tour I suddenly cried so loud that dad immediately stopped to check what was going on. He and mom didn’t find out what the cause was, until they saw the imprint of Lea’s set of teeth on my left upper arm during my bath in the evening. On May 11th I received the children’s dedication. Andreas Ruh, our pastor, gave me following bible verse: „I will not let you go unless you bless me.” Genesis 32,27. Exactly, without God’s blessings I don’t want to go anywhere. A nice group of people celebrated with me, including my godmother Eveline and godfather Hanspeter. I was allowed to open the dessert buffet =). There was a cake that looked like a locomotive and a big cake with a frosting picture of me on it. Two weeks later we celebrated a party again: The confirmation of my oldest cousin Yanick. It rained very often in May, but around Jan and Lea it never became boring. The two always have good ideas ready: a puddle-jump-contest, an extensive vacation-journey-simulation with the whole shebang…

April 14 (Ein Sturz, Bratwürste und Kinderwoche)

Wenn es nicht grad „Katzen hagelt“ gehen wir jeden Tag nach draussen um zu spielen oder für einen Spaziergang. Wir lassen uns von etwas Regen und Wind nicht einschüchtern! Auf einem nahegelegenen Schulhausplatz ist ein Findling, auf den Jan gerne klettert und dann auf einer flachen Seite herunterrutscht. Lea war auch schon mehrmals darauf, aber in Begleitung von Mami oder Daddy. Man hätte es eigentlich wissen müssen: Jedenfalls nutzte sie einen kurzen Augenblick der Unaufmerksamkeit und versuchte selber herunterzurutschen. Das hat aber nicht funktioniert und sie ist kopfvoran auf den Verbundsteinboden gefallen. Sie musste mit Mami für zwei Tage im Spital Aarau bleiben zur Überwachung von Kopf und Gehirn. Wir sind alle sehr froh, dass Gott sie bewahrt hat und der Sturz keine bleibenden Auswirkungen für sie hat. Einmal haben wir als ganze Familie eine Velotour gemacht und im Wald an einem Feuer gebrätelt. Ich habe das Ganze aus sicherer Distanz beobachtet. Jan war an vorderster Front dabei und hat prompt etwas Rauch in die Augen gekriegt. Dank den Jungschi-Erfahrungen von Mami & Daddy hat alles wunderbar geklappt mit dem kleinen „Waldfest“. Apropos Jungschi: Jan war zum ersten Mal an der Kinderwoche dabei. Am ersten Tag musste Mami ihn schon etwas früher abholen, aber danach wollte er am Abend jeweils gar nicht mehr nach Hause.
As long as it doesn’t rain cats and dogs we go outdoors every day to play or for a walk. We aren’t intimidated by some rain and wind! There’s a rubble stone beside a nearby schoolhouse that Jan loves to climb on to then slide down on a not so steep side. Lea has been on the rock several times too, however accompanied by mom or dad. Probably one could have sensed it: Anyway, Lea took advantage of a short moment of abstraction and tried to slide down on her own. That attempt didn’t turn out well. The result was a headlong fall on the composite stone ground and a two day stay in the hospital together with mom for the observation of her head and cerebric. We are all very glad that God protected her and that this incident doesn’t have any enduring implications for her. One day we went on a bike excursion as whole family and grilled sausages on a self-made open fire in the forest. I observed the whole thing from a safe distance. Jan was in the front line and sure enough got some smoke in his eyes. Thanks to the scouting experience of mom & dad everything worked out perfectly. Speaking of scouts: Jan took part in his first kid’s week. On the first day mom had to pick him up earlier, but the following days he didn’t want to go home yet when the program was over.

März 14 (Sonne und Schnee – Was wollen wir noch mehr?)

Jawohl, es hat tatsächlich geklappt: Wir hatten noch genug Schnee im Sörenberg! Wir konnten jetzt zum letzten Mal ausserhalb der Schulferien da sein, weil Jan im Sommer in den Kindergarten geht. Mami war zum ersten Mal seit drei Wintern wieder auf der Piste. Sie hat es sehr genossen, wieder einmal mit Snowboard und Skis die Hänge hinunter zu flitzen. Ich habe es zwar nicht selber gesehen, aber den Reaktionen von Daddy nach, fährt sie so gut wie noch nie :o)! Wir geniessen den sonnigen Frühling in vollen Zügen und haben kürzlich unsere erste Velotour zu fünft gemacht: Jan auf seinem „neuen“ Velo im Schlepptau von Mami und Lea & Nic im Kinderwagen, mit Daddy als „Zugmaschine“. Ich bin weiterhin auf Aufholjagt und komme gewichtsmässig bereits nahe an Lea heran, mit meinen knapp 9 Monaten! Ich kann jetzt auch längere Zeit alleine aufrecht sitzen und mit dieser neuen Perspektive ganz neue Sachen beobachten und machen.
Yes, sure enough it worked out: We had enough snow during our vacation in Sörenberg! We were able to go for a last time during the “non-school-vacation-time” since Jan will go to kinder garden this summer. Mom was on the ski slopes for the first time since three winter seasons. She really enjoyed racing down the hills with the snowboard and the skis. I didn’t see it myself, but according to the reactions of dad she must be boarding and skiing better than ever before :o)! We are enjoying springtime to the full and we had our first longer bike excursion as a family of five: Jan with his „new“ bicycle towed by mom and Lea & Nic in the bike trailer with dad as “towing vehicle”. I am furthermore trying to catch up and concerning my weight, I’m already coming close to Lea, that with my nine months! I can sit upright for longer periods and can observe and do new things in this new perspective.

Februar 14 (Der Gemütliche)

Kürzlich haben Mami und Daddy uns in einem Newsletter sehr treffend beschrieben: Nic, der Gemütliche, Lea, die Willensstarke und Jan, der Fleissige. Im Vergleich zu meinen beiden Geschwistern bin ich tatsächlich ein gemütlicher und friedlicher Kerl. Ich bin mit wenig zufrieden und schaue fast immer ganz fröhlich in die Welt hinein. Lea geht immer wieder mal mit dem Kopf durch die Wand – wie meine Eltern sagen – vielleicht weil sie sich als einziges Mädchen in der Familie irgendwie durchsetzen muss? Wir haben sie alle sehr lieb. Und Jan ist unumstritten der Fleissigste. Es ist beeindruckend, mit wie viel Leidenschaft und Geduld er z.B. die Lego-Teile fein säuberlich sortiert und allerhand Dinge mit diesen Legos baut. Übrigens, wo ist eigentlich der Winter und der Schnee, von dem alle geredet haben? Wir sind jeden Tag draussen bei wunderbarem Wetter, aber weit und breit kein Schnee. Hoffentlich bekomme ich das in den Skiferien im März endlich zu sehen und zu spüren! Als angefressene Snowboard- und Skifahrer hoffen das meine Eltern auch ;-)!

Recently mom and dad described us to the point in a newsletter: jovial Nic, strong-minded Lea and diligent Jan. In comparison to my siblings in am indeed a joyful and peaceful fellow. I am content with very little things and I continuously look around cheerfully. Lea once and again bang’s her head against a brick wall – as my parents say – maybe because she has to make her way somehow as only girl in our family? We all love her dearly. With no doubt Jan is the most hardworking person of our family. It is impressive to see how he hand sorts the Lego pieces nice and tidy with much passion and patience and how he builds all kind of things with Lego. By the way, where is the winter and all the snow that people have been talking about? We are outdoors every day enjoying the nice and warm weather, far and wide no snow. I hope I will get to see and feel it during our vacation in March! As enthusiastic snowboarders and skiers mom and dad hope that too ;-)!

Januar 14 (Aufholjagd)

Der Januar ist ein Monat des Fortschritts! Nicht nur schlafe ich jetzt in meinem eigenen grossen Bett, sondern ich beginne Grimassen zu machen, versuche schon mitzureden, beginne Dinge zu greifen und zu schütteln, drehe mich selber vom Rücken in die Bauchlage und kann in dieser Position den Kopf schon ganz schön lange hochhalten. Ich sitze seit Kurzem auch wie die „Grossen“ am Esstisch. In meinem IKEA-Hochsitzli sehe ich endlich, was auf dem Tisch abgeht und das macht mich ganz happy! Aber ich muss gestehen, dass auch meine Geschwister Fortschritte machen – die wollen sich nicht von mir einholen lassen… Lea ist eine richtige „Plaudertasche“ geworden und sie möchte bei allem zuvorderst dabei sein. Sie spielt sehr gerne mit dem Wasser im Badzimmer, oft – wenn Mami es nicht rechtzeitig merkt – bis sie ganz verspritzt ist. Jan hat Mami & Daddy auch einen Gefallen getan: Er macht sein „Geschäft“ nun aufs WC, tagsüber. Und er hat eine neue Leidenschaft entdeckt: Lego, ganz zur Freude von Daddy, der dabei sozusagen ein „Déjà-vus“ erlebt =).
January is a month of great progress! Not only do I now sleep in my own big bed, I also start making grimaces, try to join conversations, grab and shake things, turn from the supine position to the face-down position all on my own. And I can hold my head up for a long time in this position. As of late I now sit at the table like the „big“ people. At last I can see what’s going on on the table in my highchair and that makes me feel very happy! But I must admit that my siblings are making progress too – they don’t want me to catch up with them… Lea has become a real chatterbox and she wants to be upfront in everything. She loves to play with the water from the tap, often – when Mom doesn’t notice it in time – until she is totally spattered. Jan did Mom & Dad a favor too: He now does his poo-poo on the toilet, at least at daytime. And he discovered a new passion: Lego, much to the delight of Dad who seems to experience a sort of „Déjà-vus“ =).

Dezember 13 (Durchschlafen)

Um es vorwegzunehmen: Ich habe mich entschieden, Mami den Gefallen zu tun! Ich habe meine Essensgewohnheiten geändert und praktisch auf den Jahreswechsel hin begonnen, durchzuschlafen. Sofort wurde ich vom Schlafzimmer meiner Eltern in Lea’s Zimmer verfrachtet. Es hat auf Anhieb recht gut geklappt mit dem Schlafen zu Zweit – ich auf dem unteren Bett und Lea auf dem Oberen. Zuerst hatte Mami mit Stillen aufgehört und auf Schoppen umgestellt. Dadurch konnte sie nach längerem Verzicht zwar wieder ab und zu einen feinen „Tropfen“ geniessen, aber auf die Nächte hatte das noch nicht die gewünschte Auswirkung. Kurz darauf stand die nächste Massnahme an: Eine Brei-Mahlzeit pro Tag. Das war für mich am Anfang eine ziemlich „umkämpfte“ Sache, aber schon bald funktionierte auch das recht gut. Und siehe da: Meine nächtliche Mahlzeit-Frequenz reduzierte sich, bis ich – und dadurch auch Mami – Ende Jahr schon fast ganz durchschlafen konnten.

To forestall it: I decided to do mom the desired favor! I changed my eating habits and started sleeping through the night practically with the turn of the year. Immediately I was moved from the bedroom of my parents to Lea’s room. Sleeping in the same room worked quite well straightaway – me in the lower bed and Lea in the upper one. First mom had stopped with breast-feeding and switched to the feeding bottle. By doing that she could start enjoying a glass of good wine again from time to time but unfortunately it didn’t have the desired effect during the nights. So the next action followed shortly: One "mash-meal" per day. That was quite a hard-fought thing for me in the beginning but soon it worked pretty well too. And behold: My nightly meal demand frequency started to decrease until I – and by that also mom – started to sleep through the whole night by End of the year 2013.

November 13 (Beobachten und kommentieren)

Ich bin eigentlich ein ganz lieber Kerl. Ich lächle immer freundlich, bin ein genügsamer Typ und bereite keine grossen Probleme – im Vergleich mit meinen beiden Geschwistern. Einzig dass ich hartnäckig an meiner hohen Mahlzeit-Frequenz festhalte, ist offenbar nicht so toll. So halte ich Mami mit meinem konsequenten 3-Std-Rhythmus auf Trab, vor allem in der Nacht. Wer weiss, vielleicht mache ich ihr bald den Gefallen und lege etwas längere Pausen ein. Tagsüber sind es Jan und Lea, die für Action und Stimmung sorgen. Beide scheinen immer das zu wollen, was der andere gerade hat. Oft muss dann einer von ihnen, oder gleich beide, ins Zimmer gehen, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Sie machen viele lustige Sachen zusammen – finde ich zumindest – aber wenn sie z.B. beim Essen herumblödeln, finden unsere Eltern das gar nicht lustig. Ich mische mich da besser nicht ein. Besser nur beobachten und das bunte Treiben gelegentlich mit einem Jauchzer kommentieren.

I’m a rather nice little guy. I always smile friendly, I’m a frugal little boy and I don’t cause big problems – compared with my two siblings. What isn’t so gorgeous though is that I still hold on to my high frequency meal demand tenaciously. I keep Mom on the go with my consequent three hour rhythm, especially at night. Who knows, maybe I will do her a favor soon and make longer breaks between my meals. By day Jan and Lea are the ones responsible for action in the house. Both of them generally always want the things the other one just has. Quite often one of them, or both, have to go to their room until they’ve calmed down again. They do lots of funny things together – in my opinion anyway – but when they stimulate each other to fool around during meals, our parents don’t find that funny at all. I guess I better not tamper with this issue. It’s better for me to be content with observing and commenting their hustle and bustle with a cry of joy every now and then.

Oktober 13 (Keine Probleme mit Luft lassen)

Am 06. Oktober haben wir eine sehr lange Reise mit dem Auto gemacht. Zum ersten Mal habe ich die Schweiz verlassen und zum ersten Mal war ich an der jährlichen Mitarbeiter-Retraite von Campus dabei. Mami und Daddy hatten etwas Respekt vor der Reise, aber wir Kinder haben uns musterhaft verhalten, mit einer Ausnahme vielleicht: Jan hat eine grosse PET-Flasche Wasser getrunken und Daddy musste dann mehrmals unverhofft anhalten, damit Jan sich vom Druck auf seiner Blase befreien konnte. Es ist richtig viel gelaufen in dieser Woche, und zwar nicht nur bei den Erwachsenen. Ganze 28 Kinder und Babys von 0-8 Jahren haben mächtig für Stimmung gesorgt. Und ich war mit meinen bescheidenen 2 Monaten nicht mal der Jüngste! Nein, da waren noch Benayah und Mika. Mami war sehr darauf bedacht, beim Essen alles zu vermeiden, was blähenden Charakter hat. Zu gut hatte sie noch in Erinnerung, wie Jan vor 4 Jahren zeitweise fast geplatzt ist, bis er wieder ordentlich Luft lassen konnte ;-)! Ich habe es anscheinend fast ohne Nebenwirkungen überstanden.

On October 6th we went on a very long car journey. For the first time I left Switzerland and for the first time I was part of the annual staff conference of Campus. Mom and dad hat a certain respect for the car drive, but we kids behaved exemplary, maybe with one exception: Jan drank a big bottle of water and then dad had to stop unexpected several times, so Jan could get relieved from the pressure on his bladder. It was a very busy and fun week, namely not only in the adults program. Believe it or not, we were 28 kids and babies from 0-8 years of age, and we really got the vibe going. And I wasn’t even the youngest person with my meek 2 months of age! No, there were also Benayah und Mika. Mom was very anxious about not eating anything with flatulent character. She still had in good memory how Jan almost „exploded“ until he could pass gas again 4 years ago ;-)! Apparently I survived the food without any side effects.

September 13 (Ich bin glücklich)

Mir geht es wirklich gut! Ich bin sehr glücklich mit der Familie, in die ich hineinerkoren wurde! Jan und Lea sind im Grossen und Ganzen sehr lieb zu mir. Sie werden zwar manchmal etwas laut und grob, z.B. wenn sie an meinem Wiegeli herumrütteln, und ich mag es nicht besonders, wenn sie an meinem Kopf herumtätscheln. Ich habe ein sehr gutes Mami und einen lustigen Daddy bekommen. Auch die blonde Fee (oder heisst sie Dee?), die fast immer da ist, wenn Daddy unterwegs ist, ist sehr toll! Und die anderen Leute, die uns besucht, uns geholfen und Geschenkli gebracht haben, sind alle ganz nett. Ich verbringe noch die meiste Zeit in liegender Position: Im Wiegeli, im Bettli, im Laufgitter, auf Mami’s Schoss beim Trinken... Lea übt sich auch als Mami mit ihrem „Bäbi“: Ausziehen, Windeln wechseln, Anziehen, Essen vorbereiten und Spieltisch decken, mit „ihren Kindern“ essen… Noch etwas: Es ist Ok, wenn ich oft mit Jan verglichen werde, aber es gibt schon wesentliche Unterschiede: z.B. dass ich gerne bade. Das war bei Jan am Anfang etwas anders ;-).
I am doing really well! I’m very happy with the family into which I have been chosen! On the whole Jan and Lea are very nice to me. Although they sometimes get a bit loud and rough, e.g. when they shake and rock me in my cradle. And I don’t particularly like it when they touch and pat my head all the time. Thanks to God I got a really great mom and a funny dad – and the blond fay who we call “Dee”, who is mostly around, whenever dad is en route, is amazing too! And not to leave out the friendly people that visited us, that helped us out and that brought presents. I spend most of my time in horizontal position: In the cradle, the bed, the playpen, on mom’s lap… Lea is exercising herself in being a mom with her dolls: undressing, changing diapers, dressing again, preparing food and setting the table, eating with “her kids”… And one more thing: I don’t mind being compared with Jan, but there are some essential differences to be mentioned: e.g. I love to take baths. That was a bit different with Jan at the beginning ;-).

August 13 (Ich bin ready – es kann losgehen!)

Die meisten von euch haben es sicher schon erfahren: Am Freitag, 02. August, bin ich mit etwas Verspätung, dafür im Schnellverfahren angekommen. Jetzt bin ich daran, meine Geschwister kennenzulernen: Zuerst habe ich sie nur gehört, dann zu spüren bekommen und langsam kann ich sie auch sehen. Ich bin ein friedlicher und zufriedener Kerl, nachts halte ich aber konsequent an meinem 3-Stunden-Esszyklus fest. Offenbar kann nicht abgestritten werden, dass ich Jan in vielerlei Hinsicht ähnlich bin, wobei zu betonen ist, dass ich schon deutlich weniger schreie, als er in seinem ersten Monat. Mein Daddy hat Mitte August ein grosses Fest organisiert, um mich allen Nachbarn vorzustellen, ich war ein richtiger Publikums-Magnet. Später habe ich erfahren, dass es bereits das 3. Quartierfest war, und es wohl auch ohne mich stattgefunden hätte – naja, es war trotzdem ein schönes Erlebnis!

Most of you have probably heard of it: I arrived on Friday, August 2nd with some delay, but in an accelerated procedure =). Now I am slowly getting to know my siblings: First I only heard them, then I started feeling them physically and now I’m starting to see them too. I’m a peaceful and happy little guy, but at night I’m holding on to my three hourly eating cycle consequently. Apparently it can’t be denied that I’m like Jan in many respects, although it must be emphasized that I scream much less than he did in his first month. Dad organized a big party mid of August to introduce me to all our neighbors and I was a real crowd puller. Later I learned that this was the third neighborhood party and that I probably would have taken place without me too – well, it was a nice experience anyway!